Anfangs offenbart sich lediglich ein sanftes Leuchten, das sich als feiner Streifen über den sternenübersäten Nachthimmel zieht. Doch innerhalb weniger Momente verwandelt sich die einst dunkle Nacht in ein beeindruckendes Farbenspiel. Die Polarlichter, eines der eindrucksvollsten Naturphänomene Skandinaviens, locken jährlich Tausende in den Norden, um das faszinierende Schauspiel der tanzenden Lichter persönlich zu erleben.
Nordlichter Aurora Borealis über der dänischen Küste
Nordlichter über der dänischen Küste - © AdobeStock_528805623

Die spektakulären Lichterscheinungen, hauptsächlich in den nördlichen Regionen Skandinaviens wie Norwegen, Schweden und Finnland zu beobachten, werden neuerdings auch vermehrt in Dänemark sichtbar. In den letzten Monaten wurden die Polarlichter mehrfach in Dänemark gesichtet, und es besteht eine gute Chance, dass dieses farbenfrohe Naturschauspiel in Zukunft häufiger in Dänemark erlebt werden kann.

Das Wichtigste zuerst: Wie entstehen die Polarlichter?

Polarlichter, auch bekannt als Aurora Borealis im Norden (Nordlichter) und Aurora Australis im Süden (Südlichter), sind faszinierende Leuchterscheinungen am Himmel. Sie entstehen durch die Wechselwirkung geladener Teilchen der Sonne mit dem Magnetfeld der Erde. Wenn die Sonne geladene Teilchen ausstößt, gelangen einige davon zur Erde. Das Magnetfeld der Erde lenkt diese Teilchen zu den magnetischen Polen. In den hohen Atmosphärenschichten kollidieren diese Teilchen mit Gasatomen und -molekülen, hauptsächlich Sauerstoff und Stickstoff. Durch diese Kollisionen werden die Gasatome angeregt und senden Licht aus, das wir als farbenprächtige Lichterscheinungen am Himmel wahrnehmen.

Die Farben der Polarlichter variieren je nach Art der Gasmoleküle und der Höhe, in der die Kollisionen stattfinden. Sauerstoff kann grüne oder rote Farben erzeugen, während Stickstoff blaue oder purpurfarbene Töne hervorbringt. Die Intensität und Häufigkeit der Nordlichter werden stark von der Sonnenaktivität beeinflusst. Während Perioden hoher Sonnenaktivität können die Lichter weiter südlich als üblich gesehen werden und sind besonders intensiv.

Die beste Zeit für Polarlichter

Die ideale Zeit, um dieses Himmelsspektakel zu erleben, variiert je nach geografischer Lage. In der nördlichen Hemisphäre sind die Monate von Spätherbst bis Frühjahr, also etwa von September bis März, am besten geeignet. In dieser Zeit sind die Nächte am längsten und dunkelsten, was die Sichtbarkeit der Lichter verbessert. In der südlichen Hemisphäre hingegen ist die beste Zeit von März bis September. Für die beste Sichtbarkeit ist es zudem empfehlenswert, Orte mit wenig Lichtverschmutzung aufzusuchen und die Beobachtung in den späten Abendstunden bis in die frühen Morgenstunden zu planen, wenn der Himmel am dunkelsten ist.

Die Intensität der Polarlichter hängt stark von der Sonnenaktivität ab. Sonnenflecken und solare Eruptionen können zu stärkeren und häufigeren Erscheinungen führen. Die Gelegenheit, die Nordlichter zu beobachten, ist momentan ungewöhnlich hoch. Der Grund dafür ist der ungefähr 11-jährige Zyklus der Sonnenaktivität. Wir nähern uns derzeit einem Höhepunkt dieses Zyklus, was zu stärkeren Sonneneruptionen führt. Der Höhepunkt wird voraussichtlich im Jahr 2025 erreicht. Daher verbessern sich in den nächsten Jahren die Chancen, das Polarlicht zu erleben.

Hier kann man die Polarlichter am besten sehen

In letzter Zeit hat sich Dänemark überraschend als ein neuer Standort für die Beobachtung der Nordlichter herauskristallisiert. Dies ist umso bemerkenswerter, da Dänemark traditionell nicht als ein Ort für Polarlichter bekannt ist. Besonders vorteilhafte Orte, um das Naturschauspiel zu genießen, sind zum Beispiel Strände und Küstenregionen, die nach Norden ausgerichtet sind. Dazu zählen Orte wie Nordjütland, Djursland, Nordseeland, Røsnæs und Sjællands Odde. Die Nordlichter wurden aber in den letzten Monaten fast überall in Dänemark beobachtet, und die Dänen freuen sich sehr, dieses Phänomen vor der eigenen Haustür erleben zu können.

Polarlichter über den Ferienhäusern in Dänemark
Polarlichter über den Ferienhäusern in Dänemark - © AdobeStock_677508267

So fotografiert man die Polarlichter

Das Fotografieren der Polarlichter mit einem Handy kann eine Herausforderung sein, aber mit einigen Tricks und der richtigen Herangehensweise können auch hier beeindruckende Ergebnisse erzielt werden. Zunächst ist es wichtig, ein Smartphone zu verwenden, das über einen manuellen oder Pro-Modus verfügt, der es Ihnen erlaubt, Einstellungen wie ISO, Belichtungszeit und Fokus anzupassen. Nutzen Sie die Vorteile spezieller Apps für die Nachtfotografie, die speziell für die Aufnahme von Polarlichtern entwickelt wurden. Diese Apps können dabei helfen, die besten Einstellungen für Ihr Smartphone zu finden und automatisch die besten Fotos zu erfassen.

Wenn Sie die Nordlichter fotografieren, seien Sie geduldig und bereit, verschiedene Einstellungen auszuprobieren. Die Lichter sind unberechenbar und ihre Intensität kann sich schnell ändern. Eine gute Balance zwischen technischem Know-how und kreativem Experimentieren wird Ihnen helfen, eindrucksvolle Aufnahmen der Polarlichter mit Ihrem Handy zu machen.

Der Zauber der Polarlichter

Das Erleben der Nordlichter in Dänemark bietet nicht nur ein faszinierendes visuelles Schauspiel, sondern ist auch eine Chance, die unberührte Natur dieser Gegend zu erkunden. Das persönliche Beobachten der zauberhaften Lichter hinterlässt einen tiefen und unvergesslichen Eindruck. Deshalb ist es kein Wunder, dass viele Skandinavien-Reisende im Winter dieses Naturspektakel ganz oben auf ihrer Liste haben. Mit der neuen Möglichkeit, die Nordlichter auch in Dänemark zu beobachten, präsentiert sich ein attraktives Reiseziel, das besonders für Besucher aus Deutschland gut zugänglich ist. Somit steht der aufregenden Jagd nach den Polarlichtern nichts mehr im Wege.

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